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| Funitel-Silvrettabahn |
| Geschichte von der ersten Pendelbahn bis zur modernen Funitel-Bahn |
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| 1961 - 1983 |
Die ersten Aufträge zum Bau der Silvretta-Seilbahn wurden am
25. Mai 1961 vergeben. Mit dem Bau der Silvretta-Bahn, die für
die Zukunft des Dorfes und Tales von größter Bedeutung
sein sollte, wurde nun begonnen.
Im Frühjahr 1961 wurden die ersten Vorarbeiten und Abholzungen
entlang der Strecke getätigt. Die Arbeiten gingen rasch voran.
Nach dem Abschluss der Vorarbeiten und der Errichtung einer Straße
zur Bergstation auf die Idalpe, der Zufahrtswege zu den einzelnen
Stützen und der Fertigstellung einer Hilfsseilbahn (Materialseilbahn)
wurde mit den Hochbauten, Tal- und Bergstation, begonnen.
Die Silvretta-Seilbahn Gesellschaft wurde mit 27. Oktober 1961 in
das Handelsregister eingetragen Bei den Kommissionsverhandlungen,
die vom Bundesministerium für Verkehr und Elektrizitätswirtschaft,
Staatskommissar Dr. Benesch, geleitet wurden, ergaben sich bei der
Silvrettabahn noch einige nachträgliche Schwierigkeiten, die
allerdings recht bald beseitigt werden konnten. Die Silvretta-Seilbahn
AG lschgl erhielt am 14. Februar 1962 vom Bundesministerium für
Verkehr und Eleketrizitätswirtschaft die Konzession zum Betrieb
der Silvretta Seilbahn.
Im August 1962 wurde unter schwierigsten Bedingungen der Tragseiltransport
für die Silvrettabahn durchs Montafon über die Bielerhöhe
ins Paznaun nach lschgl durchgeführt.
In verschiedenen in- und ausländischen Zeitungen wurden für
die bevorstehende Inbetriebnahme der Silvrettabahn Inserate geschalten.
Es erschienen verschiedene Presseartikel, die unter anderem berichten:
„Nun hat auch das Paznaun seine Seilschwebebahn jedenfalls ist
die Seilbahn kein Wunschtraum mehr sie steht. Mit einem Aufwand von
25 Millionen Schilling wurde sie erbaut“.
Am 16. März 1963 ging eine SchadensmeIdung wie ein Lauffeuer
durch das Dorf und Tal und verbreitete sich in kürzester Zeit
über das ganze Land: „Tragseil riss: Kabine der
Silvrettabahn abgestürzt.“
Beim Probebetrieb einige Tage vor der geplanten Eröffnung, riss
wegen eines Zugseilüberschlages das Tragseil, wobei die talwärts
fahrende Seilbahnkabine nach vorerst schneller Fahrt ungefähr
100 vor der Talstation, aus einer Höhe von etwa 30 - 40 m abstürzte.
Der Kabinenführer aus lschgl, der sich allein in der Kabine befand,
wurde dabei schwer verletzt.
Nach ärztlicher Hilfeleistung wurde er mittels Hubschrauber in
die Klinik nach Innsbruck geflogen. Die Bahn war für den öffentlichen
Verkehr noch nicht zugelassen. Die Kollaudierung sollte erst am 20.
März 1963 beginnen. Die Ursache des Unglücks konnte festgestellt
werden. Fast 3,5 Millionen betrug der effektive Schaden. Dazu kamen
noch andere Faktoren. Dieser Zwischenfall und die damit verbundenen
Mehrkosten gefährdeten die Fertigstellung des gesamten Projektes
und nur unter den größten Anstrengungen konnte die Silvretta-Seilbahn
doch noch den Fahrbetrieb aufnehmen.
Bei winterlichen Temperaturen wurden die 50er-Personen-Seilbohngondeln
durch das Paznaun transportiert
Nach dem erwähnten Zwischenfall erteilte das Bundesministerium
für Verkehr und Elektrizität erst am 12. Dezember 1963 die
Betriebsbewilligung für die Silvrettabahn. Mit 15. Dezember 1963
nahm die Silvrettabahn den öffentlichen Fahrbetrieb auf. Bis
Ende des Jahres wurden bereits 5.753 Berg- und 3.864 Talfahrten gezählt.
Die Inbetriebnahme des ldjochliftes erfolgte am 21. Dezember 1963.
Am 12.Jänner 1964 wurden bei herrlichem Winterwetter die Silvretta-Seilbahn
und der Idjochlift, der erste Lift auf der Idalpe feierlich eingeweiht.
Ein bedeutungsvoller Tag für Ischgl und das ganze Paznaun. |
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| 1983-1998 |
In seiner 74. Sitzung (1983) gab der Aufsichtsrat der Silvretta-Seilbahn
AG grünes Licht für den Abriss der nahezu 20 Jahre alten
Silvretta-Seilbahn und für den Neubau einer modernen Einseilumlaufbahn.
Mit der offiziellen Eröffnung der neuen Silvrettabahn am 22.
Jänner 1984 hatte das lange und manchmal mit Erbitterung geführte
Tauziehen über den Standort und die Varianten der neuen Bahn
ein endgültiges Ende gefunden. Die alte Silvretta-Seilschwebebahn
wurde abgetragen, an ihrer Stelle kam eine Einseilumlauf-Kabinenbahn,
die in zwei Sektionen mit 220 6-Personengondeln stündlich 2.400
Personen auf die Idalpe befördert. Die maximale Fahrtgeschwindigkeit
beträgt 5 m/s. Die bisher langen Wartezeiten an den Talstationen
der Zubringerbahnen waren vorbei. Die neue Silvrettabahn wurde in
Rekordzeit gebaut, wobei die Demontage der alten Seilschwebebahn einen
schwierigen Teil der Arbeiten darstellte.
Am 9. Juni 1983 hatte die positive Bauverhandlung und noch im selben
Jahr, am 6. Dezember, die Abnahme stattgefunden, sodass die Bahn bereits
am nächsten Tag für den öffentlichen Verkehr freigegeben
werden konnte. Zur Eröffnungsfeier und Einweihung, die von der
Musikkapelle und Schützenkompanie lschgl umrahmt wurde, kamen
zahlreiche Ehrengäste, an der Spitze Verkehrsminister Karl Lausecker
und Landeshauptmann Eduard Wallnöfer. |
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| 1998 - heute |
Im Sommer 1998 wurde die heutige Funitel - Silvrettabahn errichtet.
Die Ausführung als 24er Zweiseilumlaufbahn ermöglicht einen
gefahrlosen Betrieb selbst bei 100 km/h Windgeschwindigkeit.
Die maximale Fahrgeschwindigkeit beträgt bis zu 6 m/s.
Mit der Funitel - Silvrettabahn können bis zu 3.440 Personen
in der Stunde von Ischgl (1.360 m) auf die Idalp (2.321 m) befördert
werden.
Die 1. Sektion der 1983 errichteten 6er Gondelbahn Silvrettabahn wurde
abgebaut und als 1. Sektion der neuen Fimbabahn installiert. |
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